Unsere Brexit-Pläne für Makler

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Kommentar von David Furby, Regional President, Chubb European Group, zu den operativen Veränderungen der letzten Zeit – Juli 2018

Unsere operativen Planungen für die Zeit nach dem Brexit sind inzwischen weit fortgeschritten, weshalb wir Sie nun gerne über die folgenden Brexit-Meilensteine informieren möchten:

In Bezug auf die Firmenstruktur der Chubb European Group hat es verschiedene Veränderungen gegeben.

  • Im April haben wir die Rechtsform von einer Limited („Ltd“, haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft nach britischem Recht) auf eine britische Public Limited Company (Aktiengesellschaft) geändert.
  • Am 19. Juli 2018 erfolgte sodann die Umwandlung der Chubb European Group und der ACE Europe Life in Europäische Gesellschaften (Societas Europaea, SE). Diese nennen sich ab jetzt Chubb European Group SE und ACE Europe Life SE.
  • Am 11. Juli erhielt Chubb die Genehmigung des Vorstands der französischen Aufsichtsbehörde Autorité de Contrôle Prudentiel et de Résolution (ACPR) für die Verlegung des Sitzes der Chubb European Group SE und der ACE Europe Life SE nach Frankreich, die am 1. Januar 2019 erfolgen soll. Voraussetzung hierfür ist, dass Chubb bis Ende 2018 bestimmte administrative Anforderungen erfüllt.

  • Bis zum 31. Dezember 2018 werden die Chubb European Group SE und die ACE Europe Life SE an ihrer bisherigen Adresse in England ansässig sein und dort auch ihren eingetragenen Sitz haben. Sie werden bis zu diesem Zeitpunkt weiter durch die Prudential Regulation Authority zugelassen sein und von der Financial Conduct Authority und der Prudential Regulation Authority reguliert.
  • Ab dem 1. Januar 2019 wird der neue eingetragene Firmensitz der Chubb European Group SE und der ACE Europe Life SE wie folgt lauten: La Tour Carpe Diem, 31 Place des Corolles, Esplanade Nord, 92400 Courbevoie, Frankreich.
  • Ab diesem Datum werden die Chubb European Group SE und die ACE Europe Life SE der Aufsicht der ACPR, 4 Place de Budapest, CS 92459, 75436 PARIS CEDEX 09 unterstehen. Sie werden im Vereinigten Königreich (zumindest in der Anfangsphase) den Status von EWR-Niederlassungen haben.

Wir halten diese Entwicklungen für entscheidend, da sie unserer Tätigkeit eine klare Grundlage geben. Zudem sind sie wichtige Meilensteine im Rahmen unserer Vorbereitungen auf den Brexit.

Von Anfang an war es unser wichtigstes Ziel, einen nahtlosen Übergang sicherzustellen und allen unseren Kunden und Partnern gegenüber eine kontinuierliche und verlässliche Fortsetzung unserer Dienstleistungen zu gewährleisten, unabhängig von unserem Standort oder dem letztlichen Ergebnis der Brexit-Verhandlungen.

Wir sind überzeugt, dass die von uns aufgesetzten Strukturen diesen Zielen gerecht werden.

Auf allen Prozessebenen haben wir eng mit den französischen und britischen Behörden sowie den Finanzaufsichten zusammengearbeitet, die uns bei der Umsetzung unserer Strategie bestens unterstützt haben.

Die neue Struktur und ihre Auswirkungen:

  • Eine Societas Europaea (SE) ist eine Aktiengesellschaft nach dem Gesellschaftsrecht der EU, die gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des Mitgliedsstaates gegründet wurde, in dem sie ihren Sitz hat. Der SE-Status ermöglicht es der Chubb European Group und der ACE Europe Life, ihren Sitz in ein anderes EU-Land zu verlegen (in diesem Fall Frankreich) und weiterhin innerhalb der EU und in Großbritannien Geschäfte tätigen zu können.
  • Kunden erhalten auf diese Weise ihren Deckungsschutz von derselben Gesellschaft wie bisher und diese wird auch weiterhin über dieselbe Kapitalausstattung verfügen. Auch im Hinblick auf den Kundenservice wird es keine Veränderungen geben.
  • Insbesondere Kunden aus Großbritannien gibt dies Vertragssicherheit und Gewissheit in Bezug auf ihren Versicherungsschutz. Die französischen Gesellschaften werden im Vereinigten Königreich bis zum Brexit oder während eines etwaigen Übergangszeitraums nach den Passporting-Regeln verfahren. Chubb beabsichtigt, sofern dies erforderlich sein sollte, im Anschluss eine Zulassung für die Niederlassungen der französischen Gesellschaften in Großbritannien zu beantragen. Im Falle eines „harten Brexits“, bei dem es keine zwischen Großbritannien und der EU vereinbarte Übergangsphase gibt, können die britischen Niederlassungen von Chubb die Regelung der britischen Regierung für eine vorübergehende Zulassung in Anspruch nehmen. Diese Regelung ermöglicht es Unternehmen wie Chubb, im Rahmen ihrer Zulassung Neugeschäfte zu tätigen, ihre vertraglichen Rechte und Pflichten weiterhin wahrzunehmen, das Bestandsgeschäft zu verwalten und Risiken hinsichtlich eines plötzlichen Zulassungsentzugs auf ein Mindestmaß zu begrenzen.
  • Für Kunden mit Sitz in der EU wird es keine Unterbrechungen geben, da die in Frankreich genehmigte Geschäftstätigkeit der Chubb European Group SE und der ACE Europe Life SE das Passporting-Recht für die gesamte EU beinhaltet. Somit können komplizierte Portfolioübertragungen und Wechsel des Versicherers vermieden werden, die eventuell erforderlich gewesen wären.
  • Wir gehen davon aus, dass wir nach den Änderungen weiter vom „AA“-Rating von Standard and Poor´s profitieren werden, über das wichtige Gesellschaften der Chubb Group verfügen.

Mir ist bewusst, dass der Umfang und die Bedeutung der aktuellen Geschehnisse verschiedene Fragen zu unseren Brexit-Planungen aufwerfen könnten und Sie wissen möchten, welche Auswirkungen sich konkret für Ihr Geschäft ergeben.

Falls Sie diese Themen eingehender besprechen möchten, bitte ich Sie, sich diesbezüglich mit Ihrem Hauptansprechpartner bei Chubb in Verbindung zu setzen.

David Furby
Regional President, Europa

 

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