Brexit

Brexit Fragen und Antworten – wie es Sie betreffen könnte

Was ändert sich bei Chubb durch den Brexit?

Was ändert sich durch den Brexit?

Bis zum 31. Dezember 2018 werden die Chubb European Group SE und die ACE Europe Life SE an ihrer bisherigen Adresse in England ansässig sein und dort auch ihren eingetragenen Sitz haben. Sie werden bis zu diesem Zeitpunkt weiter durch die Prudential Regulation Authority zugelassen sein und von der Financial Conduct Authority und der Prudential Regulation Authority reguliert.

Die Chubb European Group SE und die ACE Europe Life SE werden ihren Sitz mit Wirkung zum 1. Januar 2019 nach Frankreich verlegen. Voraussetzung hierfür ist, dass Chubb bis Ende 2018 bestimmte administrative Anforderungen erfüllt.

Ab diesem Datum wird der neue eingetragene Firmensitz der Chubb European Group SE und der ACE Europe Life SE wie folgt lauten: La Tour Carpe Diem, 31 Place des Corolles, Esplanade Nord, 92400 Courbevoie, Frankreich.

Ab dem 1. Januar 2019 werden die Chubb European Group SE und die ACE Europe Life SE der Aufsicht der ACPR, 4 Place de Budapest, CS 92459, 75436 PARIS CEDEX 09 unterstehen. Sie werden im Vereinigten Königreich zumindest in der Anfangsphase den Status von EWR-Niederlassungen haben.

Eine Societas Europaea (SE) ist eine Aktiengesellschaft nach dem Gesellschaftsrecht der EU, die gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des Mitgliedsstaates gegründet wurde, in dem sie ihren Sitz hat. Der SE-Status ermöglicht es der Chubb European Group und der ACE Europe Life, ihren Sitz in ein anderes EU-Land zu verlegen (in diesem Fall Frankreich) und weiterhin innerhalb der EU und in Großbritannien Geschäfte tätigen zu können.

Kunden erhalten auf diese Weise ihren Deckungsschutz von derselben Gesellschaft wie bisher und diese wird auch weiterhin über dieselbe Kapitalausstattung verfügen. Auch im Hinblick auf den Kundenservice wird es keine Veränderungen geben.

Insbesondere Kunden aus Großbritannien gibt dies Vertragssicherheit und Gewissheit in Bezug auf ihren Versicherungsschutz. Die französischen Gesellschaften werden im Vereinigten Königreich bis zum Brexit oder während eines etwaigen Übergangszeitraums nach den Passporting-Regeln verfahren. Chubb beabsichtigt, sofern dies erforderlich sein sollte, im Anschluss eine Zulassung für die Niederlassungen der französischen Gesellschaften in Großbritannien zu beantragen. Im Falle eines „harten Brexits“, bei dem es keine zwischen Großbritannien und der EU vereinbarte Übergangsphase gibt, können die britischen Niederlassungen von Chubb die Regelung der britischen Regierung für eine vorübergehende Zulassung in Anspruch nehmen. Diese Regelung ermöglicht es Unternehmen wie Chubb, im Rahmen ihrer Zulassung Neugeschäfte zu tätigen, ihre vertraglichen Rechte und Pflichten weiterhin wahrzunehmen, das Bestandsgeschäft zu verwalten und Risiken hinsichtlich eines plötzlichen Zulassungsentzugs auf ein Mindestmaß zu begrenzen.

Für Kunden mit Sitz in der EU wird es keine Unterbrechungen geben, da die in Frankreich genehmigte Geschäftstätigkeit der Chubb European Group SE und der ACE Europe Life SE das Passporting-Recht für die gesamte EU beinhaltet. Somit können komplizierte Portfolioübertragungen und Wechsel des Versicherers vermieden werden, die eventuell erforderlich gewesen wären.

Wir gehen davon aus, dass wir nach den Änderungen weiter vom „AA“-Rating von Standard and Poor´s profitieren werden, über das wichtige Gesellschaften der Chubb Group verfügen.

Welche Auswirkungen wird dies für mich haben?

Von Anfang an war es unser wichtigstes Ziel, einen nahtlosen Übergang sicherzustellen und allen unseren Kunden und Partnern gegenüber eine kontinuierliche und verlässliche Fortsetzung unserer Dienstleistungen zu gewährleisten, unabhängig von unserem Standort oder dem letztlichen Ergebnis der Brexit-Verhandlungen.

Insbesondere Kunden aus Großbritannien gibt dies Vertragssicherheit und Gewissheit in Bezug auf ihren Versicherungsschutz. Die französischen Gesellschaften werden im Vereinigten Königreich bis zum Brexit oder während eines etwaigen Übergangszeitraums nach den Passporting-Regeln verfahren. Chubb beabsichtigt, sofern dies erforderlich sein sollte, im Anschluss eine Zulassung für die Niederlassungen der französischen Gesellschaften in Großbritannien zu beantragen. Im Falle eines „harten Brexits“, bei dem es keine zwischen Großbritannien und der EU vereinbarte Übergangsphase gibt, können die britischen Niederlassungen von Chubb die Regelung der britischen Regierung für eine vorübergehende Zulassung in Anspruch nehmen. Diese Regelung ermöglicht es Unternehmen wie Chubb, im Rahmen ihrer Zulassung Neugeschäfte zu tätigen, ihre vertraglichen Rechte und Pflichten weiterhin wahrzunehmen, das Bestandsgeschäft zu verwalten und Risiken hinsichtlich eines plötzlichen Zulassungsentzugs auf ein Mindestmaß zu begrenzen.

Für Kunden mit Sitz in der EU wird es keine Unterbrechungen geben, da die in Frankreich genehmigte Geschäftstätigkeit der Chubb European Group SE und der ACE Europe Life SE das Passporting-Recht für die gesamte EU beinhaltet. Somit können komplizierte Portfolioübertragungen und Wechsel des Versicherers vermieden werden, die eventuell erforderlich gewesen wären.

Welche Gründe gibt es für die Änderungen?

Großbritannien hat im März 2017 ein Austrittsgesuch gemäß Artikel 50 des EU-Vertrags eingereicht, das automatisch eine Verhandlungsphase von mindestens zwei Jahren in Gang gesetzt hat. Der Brexit ist demnach auf den 29. März 2019 terminiert. Unlängst haben sich Großbritannien und die EU hinsichtlich einer Übergangslösung geeinigt, die es britischen Versicherern bis Ende 2020 ermöglicht, in EU-Ländern tätig zu sein und Versicherern aus der EU, ihren Geschäften im Vereinigten Königreich bis dahin weiter nachzugehen. Ohne solche Übergangsregelungen wären die Chubb European Group (CEG) und die ACE Europe Life (AEL) wie viele andere Versicherer und Finanzdienstleistungsunternehmen nicht mehr in der Lage, regulierten Aktivitäten im EWR nachzugehen, ohne dort über die entsprechenden Genehmigungen zu verfügen.

Derzeit verfügen die CEG und AEL über eine Betriebserlaubnis für das Vereinigte Königreich. Chubbs Planungen für den Brexit sind darauf ausgerichtet, sicherzustellen, dass das Unternehmen seinen Kunden in Großbritannien und in der Europäischen Union seine Produkte und Dienstleistungen auch weiterhin anbieten kann.

Die von Chubb getroffenen Brexit-Vorbereitungen gewährleisten, dass Chubb in allen Ländern, in denen wir derzeit aktiv sind, auch weiterhin Geschäfte tätigen kann.

Kunden aus Großbritannien: Werde ich den Financial Ombudsman Service (FOS) des Vereinigten Königreichs weiterhin in Anspruch nehmen können?

Als anspruchsberechtigter Kunde aus Großbritannien haben Sie derzeit die Möglichkeit, den FOS in Anspruch zu nehmen und werden dies auch nach der Sitzverlegung der Chubb European Group (CEG) und der ACE European Life (AEL) nach Frankreich tun können.

Was wird sich vor dem Brexit ändern, wenn die Gesellschaften ihren Sitz nach Frankreich verlegt haben?

Keine Änderung
Kunden der CEG und AEL werden sich im Falle von Beschwerden auch nach der Sitzverlegung nach Frankreich an den Financial Ombudsman Service (FOS) wenden können.

  • Finanzdienstleistungsunternehmen aus Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) können sich im Zusammenhang mit regulierten Aktivitäten, denen sie in anderen Mitgliedstaaten nachgehen, auf die aktuelle Passporting-Regelung stützen.
  • Nach der Sitzverlegung nach Frankreich ist es der CEG und der AEL gemäß den geltenden Bestimmungen gestattet, Geschäftsaktivitäten in Großbritannien über dortige Niederlassungen (sogenannte „EEA In-coming Branches“) nachzugehen.
  • Die britischen Kunden einer „EEA In-coming Branch“, d. h. einer Niederlassung aus dem EWR, können sich im Falle von Beschwerden an den FOS wenden.

Was ändert sich nach dem Brexit?

Keine Änderung
Britischen Kunden der CEG und AEL wird der FOS auch nach dem Brexit im Bedarfsfall zur Verfügung stehen.

  • Wir gehen davon aus, dass im Falle, dass zwischen Großbritannien und der EU eine Übergangsperiode für die Zeit nach dem Brexit vereinbart wird, die bisherigen EU-Regelungen in diesem Zeitraum weiterhin Anwendung finden und sich britische Kunden bei Beschwerden nach wie vor an den FOS wenden können.
  • Für den Fall, dass keine Übergangsperiode vereinbart wird, hat die britische Regierung eine Übergangsregelung (Temporary Permissions Regime) vorgeschlagen. Die bisherigen Regelungen der EU werden auch weiterhin auf „EEA-Incoming Branches“ Anwendung finden und Kunden aus Großbritannien können sich im Bedarfsfall auch künftig an den FOS wenden.
  • Wir gehen aus folgenden Gründen davon aus, dass betroffene Kunden aus Großbritannien den FOS auch nach dem Brexit in Anspruch nehmen können:

(a) Wenn das Vereinigte Königreich aus der EU austritt und in Bezug auf die EU zu einem „Drittland“ wird, verlieren Unternehmen aus dem EWR ihre Passporting-Rechte in Großbritannien.
(b) Die CEG und AEL werden daher bei den britischen Behörden die Zulassung der Einrichtung von Drittland-Niederlassungen (Third Country Branches) beantragen. 
(c) Die britischen Kunden einer Third Country Branch werden den FOS entweder deshalb in Anspruch nehmen können, weil dies zwischen Großbritannien und der EU vereinbart wird, oder anderenfalls weil sich die CEG und AEL freiwillig dem FOS unterwerfen, damit alle britischen Kunden von der Regelung profitieren können.

Britische Kunden: Werde ich das Financial Services Compensation Scheme („FSCS“) des Vereinigten Königreichs weiterhin in Anspruch nehmen können?

Als anspruchsberechtigter Kunde aus Großbritannien sind Sie derzeit durch das FSCS geschützt und können dieses auch nach der Sitzverlegung der Chubb European Group (CEG) und der ACE Europe Life (AEL) nach Frankreich in Anspruch nehmen.

 

Britische Kunden der CEG

Britische Kunden der AEL

Was wird sich vor dem Brexit ändern, wenn die CEG und AEL ihren Sitz nach Frankreich verlegt haben?

Keine Änderung
Britische Kunden der CEG können sich im Bedarfsfall an den FSCS wenden.

  • Finanzdienstleistungsunternehmen aus Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) können sich bei ihren regulierten Aktivitäten in anderen Mitgliedstaaten auf die Passporting-Regelung stützen.
  • Nach der Sitzverlegung nach Frankreich ist die CEG gemäß der bestehenden Regelung befugt, Geschäftsaktivitäten in Großbritannien über dortige Niederlassungen, die sogenannten „EEA In-coming Branches“, nachzugehen. Die britischen Kunden einer „EEA In-coming Branch“ haben bei Bedarf Zugang zum französischen Einlagensicherungssystem FSCS

Nach der Verlegung wird die CEG Teilnehmer des FGAO sein, der somit auch britischen Kunden zur Verfügung steht, die Policen für in Frankreich bestehende Risiken abgeschlossen haben (im Falle von Kfz-Versicherungen z. B., wenn das Fahrzeug in Frankreich zugelassen ist oder bei Gebäudeversicherungen, sofern sich die Immobilie in Frankreich befindet).

Keine Änderung
Britische Kunden der AEL können sich im Bedarfsfall an den FSCS wenden.

  • Finanzdienstleistungsunternehmen aus Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) können sich bei ihren regulierten Aktivitäten in anderen Mitgliedstaaten auf die Passporting-Regelung stützen.
  • Nach der Sitzverlegung nach Frankreich ist die AEL gemäß der bestehenden Regelung befugt, Geschäftsaktivitäten in Großbritannien über dortige Niederlassungen, die sogenannten „EEA In-coming Branches“, nachzugehen. Die britischen Kunden einer „EEA In-coming Branch“ haben bei Bedarf Zugang zum französischen Einlagensicherungssystem FSCS.

Nach der Sitzverlegung wird die AEL Teilnehmer des  FGAP sein, der somit auch von den britischen Policeninhabern der AEL in Anspruch genommen werden kann.

Was ändert sich nach dem Brexit?

Keine Änderung

Wir gehen davon aus, dass britische Kunden den FSCS nach dem Brexit auch weiterhin in Anspruch nehmen können.

Die CEG beabsichtigt, ihre Geschäfte in Großbritannien nach dem Brexit über eine sogenannte „Third Country Branch“ abzuwickeln, die über eine vollständige Zulassung verfügt. Die FSCS-Regelung wird auf die britischen Kunden dieser Niederlassung Anwendung finden.

Die betreffenden Kunden aus dem Vereinigten Königreich werden bis zur Zulassung der Third Country Branch der CEG weiterhin Zugang zum FSCS haben:

  • Sollte zwischen der EU und Großbritannien eine Übergangsperiode vereinbart werden, wird die CEG ihren Geschäften im Vereinigten Königreich in Einklang mit den bestehenden Regelungen über eine Niederlassung nachgehen und zeitgleich die Einrichtung einer Third Country Branch beantragen. Der FSCS würde so weiterhin von den betreffenden britischen Kunden in Anspruch genommen werden können.
  • Im Falle eines harten Brexits werden die britischen Aufsichtsbehörden eine Übergangsregelungen für Unternehmen aus dem EWR einführen, die auch nach dem Brexit Geschäftsaktivitäten in Großbritannien nachgehen möchten. Hierzu ist es erforderlich, dass die jeweiligen Firmen Zulassungsanträge in Großbritannien stellen. Da die CEG bereits eine Niederlassung im Vereinigten Königreich haben wird, können ihre britischen Kunden das französische Einlagensicherungssystem FSCS weiterhin so lange in Anspruch nehmen, bis die Übergangsregelungen ihre Gültigkeit verlieren.

Als ein am FGAO teilnehmendes Unternehmen gehen wir davon aus, dass der FGAO auch von britischen Kunden der CEG in Anspruch genommen werden kann, die in Frankreich bestehende Risiken versichert haben (z. B. gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Versicherungen für Fahrzeuge, die in Frankreich zugelassen sind oder Gebäudeversicherungen für in Frankreich belegene Immobilien).

Keine Änderung

Wir gehen davon aus, dass britische Kunden den FSCS nach dem Brexit auch weiterhin in Anspruch nehmen können.

Die AEL beabsichtigt, ihre Geschäfte in Großbritannien nach dem Brexit über eine sogenannte „Third Country Branch“ abzuwickeln, die über eine vollständige Zulassung verfügt. Die FSCS-Regelung wird auf die britischen Kunden dieser Niederlassung Anwendung finden.

Die betreffenden Kunden aus dem Vereinigten Königreich werden bis zur Zulassung der Third Country Branch der AEL weiterhin Zugang zum FSCS haben:

  • Sollte zwischen der EU und Großbritannien eine Übergangsperiode vereinbart werden, wird die AEL ihren Geschäften im Vereinigten Königreich in Einklang mit den bestehenden Regelungen über eine Niederlassung nachgehen und zeitgleich die Einrichtung einer Third Country Branch beantragen. Der FSCS würde so weiterhin von den betreffenden britischen Kunden in Anspruch genommen werden können.
  • Für den Fall eines harten Brexits haben die britischen Aufsichtsbehörden Übergangsregelungen für Unternehmen aus dem EWR vorgeschlagen, die auch nach dem Brexit Geschäften in Großbritannien nachgehen möchten. Hierzu ist es erforderlich, dass die betreffenden Firmen Zulassungsanträge in Großbritannien stellen. Da die AEL bereits eine Niederlassung im Vereinigten Königreich haben wird, können ihre britischen Kunden den FSCS weiterhin so lange in Anspruch nehmen, bis die Übergangsregelungen ihre Gültigkeit verlieren.

Da die AEL als Unternehmen dem FGAP beitreten wird, ist davon auszugehen, dass britische Kunden der AEL, die bei Abschluss ihrer Policen ihren Wohnsitz in Frankreich hatten, das FGAP im Bedarfsfall in Anspruch nehmen können. Es steht jedoch noch nicht fest, ob der FGAP nur denjenigen Policeninhabern zur Verfügung steht, die ihren Vertrag vor der Sitzverlegung nach Frankreich abgeschlossen haben. Es ist daher möglich, dass Policeninhaber, die ihre Verträge vor der Sitzverlegung nach Frankreich abgeschlossen haben, durch den FGAP abgesichert sind.

Unterschiede zwischen FSCS, FGAO und FGAP

Der Entschädigungsumfang des FGAO ist deutlich geringer als unter dem FSCS, da der FGAO nur auf bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen in Frankreich Anwendung findet. Der FGAO gilt für Kfz-Haftpflicht- und Gebäudeschadenversicherungen, jedoch nur sofern die versicherten Risiken in Frankreich bestehen.

Der FGAO leistet bei Nichtzahlung von Ansprüchen im Rahmen der in den Versicherungsbedingungen festgelegten Summen. Allerdings übernimmt der FGAO nur 90% des Schadens. 100% wird im Falle von Personen- und Sachschäden geleistet, die durch motorbetriebene Straßenfahrzeuge verursacht wurden. Darüber hinaus besteht ein Gesamtentschädigungslimit, das die Absicherung durch den FGAO für sämtliche Anspruchsteller aller teilnehmenden Unternehmen auf 700 Mio. EUR begrenzt.

Zudem müssen Schäden gemäß dem FGAO innerhalb eines festgelegten Zeitraums geltend gemacht werden. Beim FSCS hingegen können Ansprüche jederzeit gestellt werden, solange der gesetzlich festgelegte Anspruchszeitraum nicht abgelaufen ist.

Ihrem Umfang nach sind sich FGAP und FSCS ähnlich; beide gelten für den Großteil der verschiedenen Arten von Lebensversicherungspolicen.

Allerdings sind die gemäß FGAP maximal zu beanspruchenden Summen (anders als unter dem FSCS) der Höhe nach begrenzt.

Gemäß FGAP gilt für Lebens- und Krankenversicherungspolicen folgende Höchstgrenze:

  • 70.000 Euro für vertragliche Leistungsansprüche (die bei Beginn der Teilnahme am System noch nicht zahlbar oder fällig sind).
EU-Kunden mit in Frankreich bestehenden Risiken: Werde ich den Financial Ombudsman Service (FOS) des Vereinigten Königreichs weiterhin in Anspruch nehmen können?
  • EU-Kunden (mit Ausnahme britischer Kunden), deren Versicherung von einer Niederlassung in GB gezeichnet wurde, können im Zusammenhang mit Aktivitäten, die vor der Sitzverlegung der CEG und AEL nach Frankreich stattfinden, auf die FOS-Regelung zurückgreifen. Nach der Sitzverlegung der CEG und AEL nach Frankreich können EU-Kunden anstelle des FOS das französische Beschwerdeverfahren in Anspruch nehmen.
  • EU-Kunden, deren Versicherung von einer der Niederlassungen der CEG oder AEL außerhalb des Vereinigten Königreichs (z. B. in Frankreich oder Italien) gezeichnet wurde, können derzeit keine Beschwerden beim FOS einreichen, da ihnen das lokal geltende Beschwerdeverfahren offensteht. Dies wird solange der Fall sein, bis die CEG bzw. AEL ihren Gesellschaftssitz nach Frankreich verlegt hat.
EU-Kunden mit in Frankreich bestehenden Risiken: Werde ich das Financial Services Compensation Scheme (FSCS) des Vereinigten Königreichs weiterhin in Anspruch nehmen können?

 

Kunden der CEG (aus Frankreich oder anderen Ländern), deren Policen Risiken in Frankreich abdecken, z. B. in Frankreich belegene Immobilien oder dort zugelassene Autos

Kunden der AEL, die bei Abschluss ihrer Police ihren gewöhnlichem Aufenthalt in Frankreich hatten

Was wird sich vor dem Brexit ändern, wenn die Gesellschaften ihren Sitz nach Frankreich verlegt haben? 

Änderung
Kunden aus der EU können den FSCS nicht mehr in Anspruch nehmen.

Der FGAO steht den Policeninhabern der CEG aus der EU (französische und nicht-französische Policeninhaber) im Falle von Versicherungspolicen zur Verfügung, deren versicherte Risiken in Frankreich bestehen und die durch das System abgesichert sind (Beispiel: Kfz-Versicherungen, sofern die betreffenden Fahrzeuge in Frankreich zugelassen sind).

Der Geltungsbereich des FGAO ist deutlich geringer als der des FSCS.

Änderung
Kunden aus der EU können den FSCS nicht mehr in Anspruch nehmen.

Die AEL ist stattdessen dem FGAP beigetreten und es ist davon auszugehen, dass der FGAP im Bedarfsfall auch von den EU-Kunden der AEL in Anspruch genommen werden kann.

Was ändert sich nach dem Brexit?

Änderung
Kunden aus der EU können den FSCS nicht mehr in Anspruch nehmen.

Nach dem Brexit , da die CEG dem FGAO beitreten wird. Es ist davon auszugehen, dass der FGAO auf Versicherungspolicen Anwendung findet, deren Risiken in Frankreich bestehen und durch das Programm abgedeckt sind (z. B. Kfz-Versicherungen von in Frankreich zugelassenen Fahrzeugen).

Der Geltungsbereich des FGAO ist deutlich geringer als der des FSCS.

Änderung
Kunden aus der EU können den FSCS nicht mehr in Anspruch nehmen.

Da die AEL nach dem Brexit stattdessen dem FGAP beitreten wird, ist davon auszugehen, dass sich EU-Kunden im Falle von Beschwerden an den FGAP wenden können.

Unterschiede zwischen FSCS und FGAO

Die Entschädigungshöhe des FGAO ist deutlich geringer als unter dem FSCS, da das FGAO nur für bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen in Frankreich gilt, deren Risiken in Frankreich bestehen. Für vor dem 1. Juli 2018 gezeichnete Risiken gilt, dass sich der FGAO nur auf Kfz-Haftpflichtversicherungen erstreckt. Bei ab dem 1. Juli 2018 abgeschlossenen Policen sind auch Gebäudeschäden abgedeckt.

Der FGAO leistet bei Nichtzahlung von Ansprüchen im Rahmen der in den Versicherungsbedingungen festgelegten Summen. Allerdings übernimmt der FGAO nur 90% des Schadens. 100% wird im Falle von Personen- und Sachschäden geleistet, die durch motorbetriebene Straßenfahrzeuge verursacht wurden. Darüber hinaus besteht ein Gesamtentschädigungslimit, das die Absicherung durch den FGAO für sämtliche Anspruchsteller aller teilnehmenden Unternehmen auf 700 Mio. EUR begrenzt.

Zudem müssen Schäden gemäß dem FGAO innerhalb eines festgelegten Zeitraums geltend gemacht werden. Beim FSCS hingegen können Ansprüche jederzeit gestellt werden, solange der gesetzlich festgelegte Anspruchszeitraum nicht abgelaufen ist.

Ihrem Umfang nach sind sich FGAP und FSCS ähnlich; beide gelten für den Großteil der verschiedenen Arten von Lebensversicherungspolicen.

Allerdings sind die gemäß FGAP maximal zu beanspruchenden Summen (anders als unter dem britischen FSCS) der Höhe nach begrenzt.

Gemäß FGAP gilt für Lebens- und Krankenversicherungspolicen folgende Höchstgrenze:

  • 70,000 Euros for contractual benefits (which are not payable or due at the time when the scheme is triggered).
EU-Kunden mit im EWR bestehenden Risiken: Werde ich den Financial Ombudsman Service (FOS) des Vereinigten Königreichs weiterhin in Anspruch nehmen können?
  • EU-Als anspruchsberechtigter Kunde aus der EU (ausgenommen britische Kunden), dessen Police bisher in Großbritannien verwaltet wurde und/oder dort ausgestellt wurde, können Sie im Falle von Handlungen und Unterlassungen seitens der CEG oder der AEL, die auf die Zeit vor der Sitzverlegung der Gesellschaften nach Frankreich zurückgehen, Beschwerde beim FOS einreichen.
  • Nach der Sitzverlegung der Gesellschaften nach Frankreich haben Sie als Kunde aus der EU die Möglichkeit, anstelle des FOS das französische Beschwerdeverfahren in Anspruch zu nehmen.
  • Kunden aus der EU, deren Verträge nicht in Großbritannien gezeichnet wurden und/oder dort verwaltet werden, stehen lokale Beschwerdeverfahren zur Verfügung.
     
EU-Kunden mit im EWR bestehenden Risiken: Werde ich das Financial Services Compensation Scheme (FSCS) des Vereinigten Königreichs weiterhin in Anspruch nehmen können?
  Kunden der CEG, deren Policen Risiken abdecken, die nicht in Frankreich oder Großbritannien bestehen, z. B.: Policen, über die Immobilien in Spanien versichert sind oder in Deutschland zugelassene Autos

Kunden der AEL, die bei Abschluss ihrer Police ihren gewöhnliche Aufenthalt in einem EWR-Land (mit Ausnahme von Frankreich) oder in Großbritannien hatten

Was wird sich vor dem Brexit ändern, wenn die Gesellschaften ihren Sitz nach Frankreich verlegt haben?

Änderung

Der FSCS kann nicht mehr in Anspruch genommen werden.

Je nach dem, in welchem EU-Mitgliedsland das versicherte Risiko besteht, können auch lokale Programme verfügbar sein. So kann z. B. der Inhaber einer Wohngebäudeversicherung, die für eine Immobilie in Italien abgeschlossen wurde, keine Ansprüche unter dem französischen System geltend machen und auch in Italien gibt es keine entsprechende Ausgleichsregelung.

Programme, die in einem EWR-Mitgliedsland verfügbar sind, gelten in der Regel nur für ganz wenige Arten von Versicherungen (z. B. Kfz- oder betriebliche Unfallversicherungen), wobei einzelne Länder auch über breiter ausgelegte Systeme verfügen.

Weitere Informationen über die Verfügbarkeit nationaler Versicherungsgarantieprogramme finden Sie in folgendem von der  Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung erstellten Papier vom 30. Juli 2018: 

Änderung
Der FSCS kann nicht mehr in Anspruch genommen werden.

Die AEL ist dem FGAP als Unternehmen beigetreten und es ist davon auszugehen, dass das FGAP im Bedarfsfall auch von den EU-Kunden der AEL in Anspruch genommen werden kann.

Was ändert sich nach dem Brexit?

Der FSCS kann nicht mehr in Anspruch genommen werden. Je nach dem, in welchem EU-Mitgliedsland das versicherte Risiko besteht, können auch lokale Programme verfügbar sein. So kann z. B. der Inhaber einer Wohngebäudeversicherung, die für eine Immobilie in Italien abgeschlossen wurde, keine Ansprüche unter dem französischen System geltend machen und auch in Italien gibt es keine entsprechende Ausgleichsregelung.

Weitere Informationen finden Sie im Diskussionspapier der EIOPA

Da die AEL dem FGAP als Unternehmen beigetreten ist, ist davon auszugehen, dass das FGAP im Bedarfsfall auch von den EU-Kunden der AEL in Anspruch genommen werden kann.

Unterschiede zwischen FSCS und
FGAO

Der Kunden der CEG zur Verfügung stehende Deckungsumfang richtet sich nach dem EU-Land, in dem das versicherte Risiko besteht. Nähere Informationen hierzu sind dem entsprechenden Diskussionspapier der EU-Kommission zu entnehmen, dass Sie über folgenden Link abrufen können:
 https://eiopa.europa.eu/Publications/Consultations/EIOPA-CP-18-003_Discussion_paper_on_resolution_funding%20and.pdf

 

Der Entschädigungsumfang des FGAP entspricht dem des FSCS und erstreckt sich auf den Großteil der verschiedenen Arten von Lebensversicherungspolicen.

Allerdings sind die gemäß FGAP maximal zu beanspruchenden Summen (anders als unter dem britischen FSCS) der Höhe nach begrenzt.

Gemäß FGAP gilt für Lebens- und Krankenversicherungspolicen folgende Höchstgrenze:

  • 70.000 Euro für vertragliche Leistungsansprüche (die bei Beginn der Teilnahme am System nicht zahlbar oder fällig waren).
Was geschieht im Falle, dass Großbritannien und die EU eine Übergangsperiode vereinbaren?

Im März 2018 haben das Vereinigte Königreich und die EU ihr grundsätzliches Einvernehmen darüber bekundet, ein Austrittsabkommen (Withdrawal Agreement, WA) schließen zu wollen, das eine Übergangsperiode vorsieht, durch die sich der Austritt Großbritanniens aus der EU vom 29. März 2019 auf den 31. Dezember 2020 verschieben würde („Übergangsperiode“). Sollte das Austrittsabkommen noch vor März 2019 ratifiziert werden, könnten die CEG und die AEL Geschäfte in Großbritannien bis zum Ende der Übergangsperiode gemäß den bestehenden „Passporting-Regeln“ über dortige Niederlassungen tätigen. Nach Ablauf dieses Zeitraums benötigen die Chubb European Group (CEG) und die ACE Europe Life (AEL) die Genehmigung der britischen Aufsichtsbehörden, um im Vereinigten Königreich über sogenannte „Third Country Branches“, also Niederlassungen aus Drittstaaten, Geschäfte tätigen zu können.
Während der Übergangsperiode werden die CEG und die AEL daher bei den britischen Aufsichtsbehörden Genehmigungen für die Einrichtung von Third Country Branches beantragen, um ihre geschäftlichen Aktivitäten in Großbritannien fortsetzen zu können.

Was wäre, wenn es zum sogenannten „harten Brexit“ kommt?

Falls das Austrittsabkommen nicht bis zum 29. März 2019 ratifiziert ist, tritt der sogenannte „harte Brexit“ ein. Es ist davon auszugehen, dass die Chubb European Group (CEG) und die ACE Europe Life (AEL) damit ab dem 29. März 2019 nicht mehr berechtigt sein werden, gemäß den bisherigen Passporting-Regeln in Großbritannien Geschäfte zu tätigen.

Um auf einen harten Brexit vorbereitet zu sein, arbeiten die britische Regierung und die Aufsichtsbehörden derzeit gemeinsam an der Einführung von Übergangsgenehmigungen („Temporary Permissions Regime“), die es Versicherungsgesellschaften aus der EU, wie die CEG und AEL, ermöglichen, ihren Geschäftsaktivitäten im Vereinigten Königreich auch weiterhin nachzugehen. Kurz gesagt bieten die Übergangsgenehmigungen einen Rückhalt für den Fall, dass die EU und Großbritannien das Austrittsabkommen letztlich doch nicht schließen.

Die Regelung gibt Unternehmen wie der CEG und AEL Zeit, bei den britischen Aufsichtsbehörden Anträge auf die dauerhafte Genehmigung ihrer Versicherungsgeschäfte in Großbritannien zu stellen. Im Zeitraum der übergangsweisen Zulassung würden die CEG und die AEL bei den britischen Versicherungsaufsichtsbehörden Genehmigungen für die Einrichtung von Drittland-Niederlassungen beantragen.

In diesem Zeitraum findet das FSCS auf Unternehmen mit Niederlassungen im Vereinigten Königreich Anwendung. Die CEG und die AEL werden entsprechende Anträge stellen, um gemäß den bestehenden Passporting-Regeln eine britische Niederlassung einrichten zu können, und anspruchsberechtigte britische Kunden können sich sodann an das FSCS wenden.

Wie wirkt sich Chubbs Brexit-Planung konkret für mich aus?

Warum habe ich zusammen mit meinen Policenunterlagen ein Hinweisschreiben erhalten?

Sie haben möglicherweise ein Schreiben mit wichtigen Hinweisen von Chubb, einem unserer Partnerunternehmen oder Ihrem Makler erhalten. Die wichtigen Hinweise dienen dazu, Sie über unsere Vorbereitungen auf den Brexit zu informieren. In diesem Zusammenhang wird es voraussichtlich Veränderungen hinsichtlich der Struktur unserer Gesellschaften geben. Auf dieser Website können Sie sich stets einen sehr guten Überblick über unsere Planungen für den Brexit verschaffen.

Ich wusste gar nicht, dass ich bei Ihnen versichert bin.

Möglicherweise verfügen Sie über einen Makler oder z.B. ein Unternehmen oder eine Organisation, die eine Versicherung bei uns abgeschlossen haben, über einen Deckungsschutz von Chubb. Falls Sie Fragen zu Ihrer Versicherung haben, bitten wir Sie, sich an Ihren Makler zu wenden. Wir sind verpflichtet, Sie über alle künftigen Änderungen in Kenntnis zu setzen.

Ich hatte vergessen, dass ich über eine Versicherung verfüge. Was muss ich jetzt tun?

Sie müssen überhaupt nichts unternehmen. Die von uns im Hinblick auf den Brexit vorgenommenen Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Laufzeit Ihrer Police(n).

Wogegen bin ich versichert?

Nähere Auskünfte zu Ihrer Versicherungspolice kann Ihnen das hierfür zuständige Team geben. Bitte nehmen Sie Ihren Versicherungsvertrag zur Hand und rufen Sie unsere Hotline an. Sie erreichen uns auch über die auf unserer Website chubb.com angegebenen Kontaktnummern.

Wird es Auswirkungen auf meine bei Ihnen abgeschlossene Versicherung geben?

Die von uns im Zusammenhang mit dem Brexit vorgenommenen Änderungen haben weder Auswirkungen auf Ihre Versicherungsbedingungen noch die Laufzeit ihrer Police(n).

Werden mir durch die Veränderungen Kosten entstehen?

Ihnen werden infolge der im Zusammenhang mit dem Brexit vorgenommenen Änderungen keine Kosten entstehen.

Ändern sich hierdurch meine Versicherungsbedingungen?

Nein. Die von uns im Hinblick auf den Brexit vorgenommenen Änderungen haben keine Auswirkungen auf Ihre Versicherungsbedingungen.

Wird sich in Bezug auf die Kontaktdaten von Chubb etwas ändern?

Ihr Ansprechpartner und die entsprechenden Telefonnummern werden sich nicht ändern. Bitte kontaktieren Sie uns weiter in der gewohnten Weise. Zu gegebener Zeit könnten sich einzelne Telefonnummern ändern. Sollte dies der Fall sein, werden wir Sie rechtzeitig hierüber in Kenntnis setzen.

Hat die Umwandlung in eine SE Auswirkungen auf einen bereits von mir gemeldeten Schaden?

Unsere Umwandlung in eine SE hat keine Auswirkungen auf im Rahmen Ihrer Versicherung bereits gemeldete oder auch künftig gemeldete Schäden.

Wird es Auswirkungen auf künftig von mir gemeldete Schäden geben?

Die von uns im Zusammenhang mit dem Brexit vorgenommenen Änderungen haben keine Auswirkungen auf im Rahmen Ihrer Versicherung bereits gemeldete oder auch künftig gemeldete Schäden.